Die meisten Jobs werden nicht über Stellenausschreibungen besetzt, sondern über persönliche Kontakte und Empfehlungen. Dafür brauchst Du Kontakte, Du solltest zum Profi Networker werden. Networking schadet keinem, ist nicht so zeitaufwendig und hat einen enormen Impact auf deine Karriere. Netzwerken kann man lernen, ein Network muss man pflegen.

Zum richtigen Networking gehören ein paar Grundregeln die Du dir zu Herzen nehmen solltest.

  • Kläre für dich, was Du von deinen Kontakten erwartest. Was willst Du erreichen, wo ist dein Ziel?
  • Wer sollte Teil deines Netzwerkes? Mache Zielpersonen aus.
  • Bleibe der 70% – 20% – 10% Regel treu. Was das bedeutet weiter unten im Text.
  • Bleibe am Ball!

In dein Netzwerk gehören aber nicht nur Zielpersonen, die bereits in der Position sind in der Du auch arbeiten möchtest, sondern auch Gleichgesinnte, die ähnliche Ziele wie deine haben. Beachte: Das sind nicht unbedingt deine Konkurrenten, sondern wichtige Gesprächspartner mit denselben Problemen. Oftmals hilft es, sich mit Leuten auf derselben Ebene auszutauschen, um auch von deren Erfahrungen zu lernen. Achte auf die größe der Gruppe: je größer, desto schwieriger zu organisieren. Du triffst dich mit den Leuten, ihr sprecht über den Job und auch Privates – und ihr habt ein Abmachung: ‚Was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe!‘. Themen auf der Agenda bei den Treffen sind beispielsweise Gehälter, freie Jobpositionen, Gute Arbeitgeber, Messen und Kongresse sowie zielführende Weiterbildungen.

Dutch Admiral Paradigm

In euer Gruppe schafft ihr einen Pakt: Ihr redet nur gut voneinander. Soziologen nennen das „Das Dutch Admiral Paradigm“. Dieser effekt hat seinen Namen von zwei jungen Kadetten aus der niederländischen Armee. Beide schlossen einen Pakt: Sie werden nur Gutes über den anderen sagen. So lobten sie sich gegenseitig nach oben und wurden zu den jüngsten Admirälen der Niederlande.

Die zweite Personengruppe die Du dir schaffst sind Menschen, die bereits in den angestrebten Positionen sind. Diese Gruppenmitglieder sind hochwertiger als die aus der gleichgesinnten Gruppe. Diese Gruppenmitglieder dienen dir als Mentoren. Du möchtest von deren Erfahrung und Insiderwissen profitieren. Diese Kontakte brauchen viel Pflege. Kernfragen an deine Mentoren sind beispielsweise:

  • Welchen Rat würden Sie jemandem in meiner Position geben?
  • Welche Schlüsselqualifikationen sind unerlässlich?
  • Was hätten Sie gerne viel früher gewußt?

70% 20% 10%

Alles lässt sich ganz einfach mit ein paar Zahlen darstellen. Erfolgreiches Networking ist auch das Ergebnis einer einfachen Formel: 70% 20% 10%. Diese Formel wurde von Mike Sansone entwickelt und die Zahlen bedeuten folgendes:

  • 70%

70% deiner Zeit solltest Du beim Netzwerken darauf investieren, das Vertrauen des Gegenüber zu gewinnen. Nur auf einem vertrauensvollem Fundament lässt sich eine gute Beziehung aufbauen. Zeige dem anderen, dass Du ihm helfen willst: Gib ihm Tipps, vermittel Kontakte, erledige Anrufe.

  • 20%

Erst die Aussaat, dann die Pflege. Wenn Du dem anderen Nutzen gestiftet hast, bist Du an der Reihe. Diese 20% des networking verbingst Du damit, den andern näher kennn zu lernen – zum Beispiel auf einer privaten Ebene. Zeige dem anderen wofür Du stehst, was für eine Brand Du bist, was dich bewegt. Aber prahle dabei nicht!

  • 10%

Erst die Aussaat, dann die Pflege und zum Schluss die Ernte. Eine echte Beziehung ist entstanden. Jetzt kannst Du den anderen konkret um Hilfe oder einen Rat bitten. Aber nicht zu viel.

Das kleine Fragen-1×1

Smalltalk ist wie ein Tanz. Vor jedem Tanz steht der erste Schritt und der ist bekanntlich das Schwerste. Keine Ahnung wie Du ein Smalltalk anfangen sollst? Probiere diese Fragen:

  • Was machen Sie beruflich?
  • Wie fanden Sie den Vortrag?
  • Möchten Sie etwas trinken?
  • Wie war Ihre Anreise?
  • Welche Hobbys haben Sie?
  • Welches Buch lesen Sie gerade?

 

 

 

 

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